Band 15. Komödie. Helena, die verwaiste Tochter eines Arztes, ist das Mündel der Gräfin von Roussillon und hat sich unsterblich in deren Sohn, den jungen Grafen Bertram verliebt. Dieser aber fühlt sich ganz und gar nicht zu Helena hingezogen, die obendrein nicht adlig ist. Er verfolgt gerade nur ein Ziel: zum König von Frankreich zu gelangen, um als Soldat in die Toskana gesandt zu werden. Helena macht sich ebenfalls zum Hof des Königs auf. Sie sagt dem todkranken König, dass sie von ihrem Vater ein Mittel habe, durch welches der König geheilt werden könne, und verlangt von ihm, dass sie sich im Erfolgsfall ihren Bräutigam selbst aussuchen darf. Tatsächlich gelingt es Helena, die Gesundheit des Königs wiederherzustellen, und sie erwählt sich Bertram zum Gemahl. Dieser wendet vergeblich ein, dass Helena nicht von seinem Stande sei und wird schliesslich unwillig mit ihr verheiratet. Wenn Bertram auch die Schliessung der Ehe nicht vermeiden konnte, so will er doch wenigstens ihren Vollzug verhindern. Deshalb zieht er in den Krieg. In einem Brief schreibt er Helena, dass er als ihr Ehemann leben wird, wenn sie seinen Ring (den er am Finger hat) trägt und ein Kind, dessen Vater er ist. Helena aber folgt Bertram nach Florenz, wo der die junge Florentinerin Diana zu verführen versucht. Helena überredet nun Diana sich von Bertram zum Schein seinen Ring geben zu lassen und sich mit ihm in ihrem Schlafzimmer zu verabreden; dort jedoch soll statt ihrer Helena auf ihn warten. Der Plan geht auf. Da Bertram die Nachricht erhalten hat, Helena sei in einem Kloster gestorben, traut er sich wieder auf französischen Boden. In Roussillon aber trifft er in Gegenwart des Königs auf Helena, Diana und ihre Mutter, und die Wahrheit wird offenbart. Helena bekundet, dass sie Bertrams Bedingungen erfüllt habe, da sie seinen Ring und ein Kind von ihm trage, und Bertram nimmt die Rolle des Ehemanns an. Zweisprachige Ausgabe mit Anmerkungen des Übersetzers, Bericht aus der Übersetzerwerkstatt und
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