Die Regesten König Konrads III. (1138-1152) schliessen innerhalb der bewährten und international renommierten Quellenedition Regesta Imperii als lang erwartete Arbeit die grosse Lücke zwischen den 1994 publizierten Regesten Kaiser Lothars III. (1125-1137) und den seit 1980 erscheinenden Regesten Kaiser Friedrichs I. (1152-1190). Diese Regestenbände bilden auch das formale Vorbild für die Gestaltung der modernen Regesten Konrads. Von vergangenen Forschergenerationen und teilweise auch noch in jüngster Zeit wurde Konrads Herrschaft eher negativ bewertet, was dem Urteil mancher mittelalterlicher Chronisten entspricht (z.B. der Kölner Königschronik: "Die Zeiten dieses Königs waren ziemlich traurig. Schwankendes Wetter, dauernde Hungersnot und Elend, wechselnder Kriegslärm nahmen unter seiner Regierung überhand. Und doch war er ein in kriegerischer Tüchtigkeit ausgezeichneter Mann, voll Mut, wie es einem König geziemt, aber durch eine Art von Glücklosigkeit kam unter ihm das Gemeinwesen ins Wanken"). [ ] Gegenüber seinem glänzenden Nachfolger Friedrich I. Barbarossa, gegenüber einem beinahe kosmopolitischen Friedrich II. sah er blass und provinziell aus. Heute misst die Geschichtsforschung einen mittelalterlichen Herrscher nicht nur an seinen erfolgreichen oder misslungenen Taten, sondern sie fragt auch nach Handlungsspielräumen und strukturell gegebenen Möglichkeiten, kurzum nach den Rahmenbedingungen, aus denen heraus die Einzelperson und ihr Beraterkreis handeln konnten. Konrad erscheint aus diesem Blickwinkel weniger als glückloser Versager, sondern mehr als territorialpolitischer und administrativer Wegbereiter seines Neffen, der auf dem vom Onkel gelegten Fundament mit dem ihm eigenen Können und im Laufe einer weit längeren Regierungszeit seine Pläne erfolgreicher verwirklichen konnte. Die immer noch grundlegende Darstellung Konrads war bis jetzt der von Wilhelm Bernhardi für die "Jahrbücher des Deutschen Reiches" geschriebene Band von 1883, der erst 1969 durch die
| Shop | Preis | Aktion |
|---|---|---|
Orellfuessli.ch Bester Preis | CHF 134.00 | Angebot ansehen |
Den günstigsten Preis finden und bei jedem Kauf sparen
Alle Angebote sofort an einem Ort sehen
Bei geprüften und zuverlässigen Händlern kaufen
Böhlau Verlag Regesta Imperii - IV. Lothar III und ältere Staufer von Böhlau Verlag bei 1 Shop in der Schweiz vergleichen. Preise von CHF 134.00 bis CHF 134.00. in der Kategorie Bücher & Zeitschriften.
Erhältlich bei Orellfuessli.ch. Klicken Sie auf den Shop Ihrer Wahl zum Kauf. Wir aktualisieren die Preise regelmässig für das beste Angebot.