Doping im Sport wird seit vielen Jahren regelmässig in den Medien, in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft diskutiert. Die Anwendung von verbotenen Substanzen, Mitteln und Methoden zur Leistungssteigerung ist geächtet und dennoch reissen die Meldungen über gedopte Sportler nicht ab. Das Phänomen scheint zur Welt des Hochleistungsports zu gehören.Malte Philipp untersucht, wie Mediendiskurse zur Dopingproblematik entstehen, wie sie gesteuert werden, auf welche Ereignisse und Personen sie sich beziehen und wie sie wirken. Er integriert soziologische und ökonomische Erklärungsversuche sowie medienwissenschaftliche Theorien zu einem eigenen Konzept, den "new frames", das seine Arbeit theoretisch begründet. Im empirischen Teil untersucht er den printmedialen Dopingdiskurs im Rahmen einer Inhaltsanalyse. Der Autor zeigt, dass die Öffentlichkeit ein realistischeres Bild über Doping erhält, als es die üblichen "Expertenstatements" erwarten lassen. Moralische und ethische Argumente haben in der Diskussion weniger Gewicht als Sachlichkeit und Pragmatismus und der mediale Diskurs widerspricht den meisten gängigen Hypothesen vom "Untergang des Sports durch Doping" oder der "Kommerzialisierungshypothese".
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