Wissenschaftlicher Aufsatz aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), einseitig bedruckt, Note: 2, Universität Wien, Sprache: Deutsch, Abstract: Ich habe für diese Übungsarbeit die beiden Beiträge von Tim Ingold, "Jagen und Sammeln als Wahrnehmungsformen der Umwelt" und "Building, dwelling, living: How animals and people make themselves at home in the world" gewählt. Tim Ingolds Konzeption einer "neuen Ökologie", welche er anhand philosophischer, biologischer und psychologischer Ansätze entwickelt und seine Beschreibungen der Umweltbeziehungen von Jägern und Sammlern, haben meinen eigenen Standpunkt massgeblich erschüttert. War ich zunächst gemäss der cartesianischen Tradition von der Untrennbarbeit des Denkens und des menschlichen Seins ("Ich denke, also bin ich") überzeugt, so lautet die rhetorische Frage jetzt: "Bin ich, nur weil ich denke?". Rhetorisch ist diese Frage, da sie ein "Nein" als Antwort bereits voraussetzt: Der Mensch existiert keineswegs aufgrund seiner Fähigkeit zu denken; sondern vielmehr als Teil eines totalen Gefüges, das sein Denken und Handeln bedingt. Im abendländischen Denken ist diese Tatsache jedoch kategorisch verleugnet worden. Nicht zuletzt um die Überlegenheit des Menschen, die Unterwerfung der Natur und ihre Ausbeutung zu rechtfertigen, wurden stattdessen Dichotomien wie Mensch/Tier, Kultur/Natur, Person/Organismus, einhergehend mit zahlreichen weiteren Unterscheidungen, postuliert. Ingold zeigt, dass diese kategorischen Unterscheidungen letztlich unhaltbare Konstrukte sind. Angesichts des katastrophalen ökologischen und sozialen Ungleichgewichts, welches durch die rücksichtslose Ausbeutung der Ressourcen und deren ungerechte Verteilung herbeigeführt wurde, erscheint die gedankliche radikale Trennung von Mensch und Natur geradezu selbstzerstörerisch. Die äusserst langsam wachsende Einsicht innerhalb der westlich erzogenen Bevölkerung, dass der Mensch, genauso wie jedes ander
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