Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Romanistik - Vergleichende Romanistik, Note: 1,00, Universität Bayreuth, Sprache: Deutsch, Abstract: ¿Vous vous étonnez, Monsieur, que je ne joigne pas ma voix à la vôtre, pour applaudir aux progrès que fait, selon vous, journellement la Littérature allemande.¿ Derart beginnt Friedrich der Grosse seinen berühmt-berüchtigten Essay De la littérature allemande (1780) ¿ eine Schrift, die aufgrund ihres sehr negativen Urteils über die deutsche Literatur unmittelbar nach ihrem Erscheinen mehrere Repliken deutscher Gelehrter und Schriftsteller auslöst und der deutschen Nationalliteraturdebatte des 18. Jahrhunderts dadurch eine Art späten Höhepunkt verschafft. Während deutsche Antworten auf De la littérature allemande ¿ insbesondere die ¿vermutlich berühmteste[n] Replik auf die königliche Denkschrift¿ von Justus Möser, Über die deutsche Sprache und Litteratur (1781), ¿ von der literaturwissenschaftlichen Forschung bereits erschöpfend diskutiert wurden, werden die internationalen Reaktionen in der Regel sträflich vernachlässigt. In den einschlägigen Aufsätzen und Überblickdarstellungen findet etwa die Rezeption des Essays in der französischen Öffentlichkeit nur am Rande Erwähnung und selbst die Diskussionen, die zwischen Friedrich dem Grossen und Pariser Gelehrten wie d¿Alembert und Grimm um diese Schrift entbrennen, sind längst nicht ausreichend untersucht. Vor allem die Publikationen Carlo Deninas werden im Zusammenhang mit der deutschen Nationalliteraturdebatte eher stichwortartig erwähnt: Obwohl Volker Steinkamp die Publikation des italienischen Aufklärers La Prusse littéraire (1790/91) als einer der ersten ¿Korrekturen¿ an Friedrichs Essay De la littérature allemande bezeichnet, wird das dreibändige Werk in den literaturwissenschaftlichen Arbeiten Bergers und Heytmanns ausführlich analysiert, aber nicht im Zusammenhang mit den deutschen, zeitgenössischen Diskursen betrachtet. In ähnlicher Form wird die Apologie de Frédéric
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