Diplomarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Philosophie - Philosophie des 19. Jahrhunderts, Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main, Sprache: Deutsch, Abstract: Zu allen Zeiten haben Menschen versucht, sich ein Bild davon zu machen wie der Kosmos aussieht und zu verstehen, welchen Platz sie selbst darin einnehmen. Von anfänglichen Weltentstehungsmythen gelangte der Mensch über die Philosophie zur Wissenschaft und von dieser immer wieder zurück zur Philosophie. Die Notwendigkeit eines Überbaus, der die einzelnen Disziplinen zusammenfasst, verwies immer schon auf die Problematik aber auch auf die Existenz der Ganzheit bzw. des ganzheitlichen Denkens. Vor allem die Moderne gelangt in diesem fortschreitenden Zergliedern und Zusammenfügen zu immer abstrakteren Bildern und bescheidet sich dabei nicht auf Modelle der Welt, sondern fragt zurück nach dem Sein von Sein selbst. Die vorliegende Arbeit möchte an eine Problematik anschliessen, die als die grundlegendste der Metaphysik gilt und mehr oder weniger in allen philosophischen Schulen und Richtungen ungelöst vorliegt. Diese Problematik ist bekannt unter dem Schlagwort "ontologische Differenz" und thematisiert die Tatsache, dass Sein nicht seiend ist, obwohl Seiendes immer schon Sein inne hat. Da alles was ist, Seiend ist, ergab sich die Frage nach dem Grund, nach Sein, welches somit nicht "ist". Die Arbeit konzentriert sich auf die Existenzphilosophie Martin Heideggers, welche dieses Problem am weitgehendsten, im Sinne des Ansatzes dieser Arbeit beantwortet. Ein Ansatz, der, um es hier vorwegzunehmen, darin besteht, Heidegger in solcher Art zu interpretieren, dass seine Philosophie einen ganzheitlichen Entwurf von Sein darstellt, der in sich eine Identität von Sein und Seiendem enthält. Ein zweiter Schwerpunkt, diesen Ansatz gleichsam fördernd, liegt auf der zen-buddhistischen bzw. taoistischen Sicht der "Welt" Mit einem Aufzeigen dieses Modells soll die Phänomenologie aus östlichem Blick und dieser als Pa
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