Magisterarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend), Note: 1,7, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Orientalisches Institut), Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung (Auszug) In ihren Anfängen diente sie ausschliesslich der Organisation und Umstrukturierung von geschäftlichen Angelegenheiten und Handel im Allgemeinen, wenn es zum Eintritt eines Sterbefalls in diesem Metier kam. Dadurch erschien die Todesanzeige eher selten, denn ihr Zweck unterlag der reinen Informationspflicht gegenüber Kollegen und Kompagnons im kaufmännischen Sektor ¿ private Inserate für Familienmitglieder waren zu diesem Zeitpunkt noch unüblich. Sie wies keinerlei Merkmale der äusseren Gestaltung auf, wurde inmitten vieler anderer Annoncen abgedruckt und war somit eher unscheinbar. Und heute? Heute erscheinen Sterbefälle in einer gesonderten, eigens für sie eingerichteten Rubrik ¿ den Familienanzeigen ¿ der ortsansässigen Tageszeitung; dick eingerahmt von einem schwarzen Trauerrand und oftmals mit einem Symbol versehen, informieren sie den Rezipienten, wer in den vergangen Tagen verstarb. Viele Elemente haben sich demzufolge in den vergangenen Jahren drastisch verändert oder sogar erst entwickelt; denn heutzutage inseriert jeder zweite Hinterbliebene eine entsprechende Anzeige für den jeweiligen Verstorbenen, wodurch ein deutlicher Wandel im Bereich der Anzeigenaufgabe ausgemacht werden kann. Exakt diese Veränderung stellt die zu untersuchende These der Arbeit dar: kann innerhalb der Todesanzeige eine chronologische Motivationsveränderung seitens der Inserenten nachgewiesen werden oder nicht? Und wenn ja, woran kann diese Modifizierung belegt werden und wie kam es dazu? Die im Hauptteil angesetzte Analyse wird zeigen, wie es zur Herausbildung der ordinären Todesanzeige kam und welche Neuerungen dabei entstanden. Dabei wird weiterhin zu sehen sein, dass es nicht nur die Todesanzeige ist, die sich stetig wandelt, sondern dass sich gleichs
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