Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Neuere Geschichte, Note: 1,3, Universität zu Köln (Historisches Institut), Veranstaltung: Der Dreissigjährige Krieg, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit dem Dreissigjährigen Krieg werden vor allem Stadtbrände, verwüstete Dörfer, Raub, Mord, Vergewaltigungen, Hexenverfolgung, Unterdrückung, Pest, Tod und Zerstörung assoziiert. Für Zeitgenossen und nachfolgende Generationen war die Zeit zwischen 1618 und 1648 eine bis dato nie da gewesene Konzentration von Gewalt, die erst durch die beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts überboten wurde. Die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Begriff Gewalt hat zwar ¿Konjunktur¿, der Begriff bleibt allerdings weiterhin extrem unscharf. Gewalt bezeichnet in der Regel keine Brutalitäten und Gräueltaten, sondern dient als Bezeichnung für ein allgemeines, oft politisches Macht- oder gar ¿Drohpotential¿. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich allerdings mit der Gewalt als physischen und symbolischen Akt wider den Menschen im Kontext des Dreissigjährigen Krieges. Dabei wird nur kurz auf den Unterschied zwischen legitimer und illegaler Gewalt eingegangen, da der Fokus auf den verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Bereichen, auf denen Gewalt passiert, liegt. Interessant in diesem Zusammenhang sind die vielen unterschiedlichen Ebenen, auf denen die Menschen der Gewalt ausgesetzt wurden. In der folgenden Arbeit wird der Versuch unternommen, diese Ebenen voneinander zu trennen und zu beleuchten. Da die Gewaltebenen an den Menschen, bzw. dessen Beruf, Stand und Klasse gekoppelt sind, ist es sinnvoll diese Ausarbeitung in drei grössere Abschnitte zu unterteilen. Zunächst wird die zentrale Gruppe des Krieges, das Militär, dargestellt. So kann man zwischen Gewalt im Gefecht und innermilitärischen Disziplinarmassnahmen unterscheiden. Ähnlich verhält es sich im Kapitel der zivilen Gewalt, bei der man zwischen den alltäglichen Auseinandersetzungen im Wirtsha
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