Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Didaktik - Politik, politische Bildung, Note: 1,7, Friedrich-Schiller-Universität Jena (Institut für Politikwissenschaft), Sprache: Deutsch, Abstract: Etwas schaffen, das ihn und seinen kranken Körper überlebt, Dramen schreiben, historische Schriften und Balladen, die auch noch gelesen werden, wenn er selbst schon längst nicht mehr unter den Lebenden weilt. Friedrich von Schiller wollte sich selbst ein Denkmal setzen, wollte Aufmerksamkeit, wollte Achtung. Und er wollte wenigstens 50 Jahre alt werden. Letzteres hat er nicht geschafft. Der von Krankheiten geplagte Dichter starb am 9. Mai 1805 ¿ im Alter von gerade einmal 45 Jahren. Gleichzeitig hat er sich doch seinen grössten Traum erfüllt. Der Schriftsteller bekam Aufmerksamkeit, er wurde geachtet ¿ und er setzte sich mit seinen Werken selbst ein Denkmal. (...) Immer wieder wurde und wird er zitiert, rezipiert und vor allem interpretiert. Und das geschah in den letzten zwei Jahrhunderten in völlig unterschiedlichen Weisen. Betrachtet man die unzähligen Deutungen der Schillertexte (...), fällt auf, wie viele Facetten Schiller hatte ¿ besser gesagt: wie viele ihm nachgesagt wurden. Er schien da zu sein, wenn man ihn brauchte, wenn er politisch verwertbar war. Besonders auffällig zeigt sich das in der Grösse und Art der Feiern, die anlässlich seines Geburts- und Todestages veranstaltet wurden. (...)Doch wie ist es heute? Die letzten beiden Schillerjahre sind noch nicht lange vorbei. 2005 jährte sich der Todestag des Dichters zum 200. Mal, im vergangenen Jahre wäre Schiller 250 Jahre alt geworden. (...) In dieser Arbeit wird die Frage verfolgt, welche Bedeutung Schillers politische Dimension im bisherigen 21. Jahrhundert hat. Es scheint, dass der Dichter nach einer langen Phase politischer Indienstnahme nun völlig entpolitisiert wurde. Denn die Schillerfeiern waren in der Vergangenheit häufig von Propaganda geprägt. Deshalb wird auch ihnen im zweiten Kapitel dieser Arbeit
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