Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...), Note: 1,3, Technische Universität Dresden (Institut für Philosophie), Veranstaltung: Einführung in die Sozialphilosophie, Sprache: Deutsch, Abstract: Mit Freuds Essay Das Unbehagen in der Kultur trat ein Ereignis zu Tage, in dem sich Kultur gewissermassen selbst betrachtet. Nun ist dies nicht erwähnenswert, wäre die Perspektive, die eröffnet wird, nicht eine ausserordentliche. Üblicherweise waren derartige Ausführungen eine philosophische Angelegenheit und mit Freud verschob sich der Fokus erheblich. Erwartungsgemäss versuchte er die Psychoanalyse auf die Kultur zu entfalten und rückte dementsprechend das Subjekt, in dem sich Kultur ja formiert, und dessen Psyche ins Zentrum der Betrachtungen. Angesichts der Unausgereiftheit der Psychoanalyse, die beständig Thesen produzierte, deren Belegung noch auf sich warten liess, war das eine spekulative wie spannende Sache. Freud widmete sich vorrangig dem Zusammenhang von Glück und Kultur, immer im Wechselspiel mit den Lehren und Erkenntnissen der Psychoanalyse. Die folgenden Untersuchungen wenden sich der These zu, dass Freuds Ausführungen an einem sprachlichen Problem kranken, das, in gütiger Absicht, den Erkenntnisgewinn des Gesamten kaum einschränkt. Konkret meint das die Begrifflichkeiten Trieb, Es, Ich und Über-Ich, die sich als angenehm vielseitig erweisen, jedoch nur ein beträchtlich ungenaues Verständnis von Realität vermitteln können. Im ersten Teil der Arbeit soll der Text in seine Grundannahmen und -relationen zerlegt werden. Im zweiten soll dann nachvollzogen werden, wie Freud sein Verständnis von Kultur daraus entwickelt. Danach wird der Versuch unternommen, Freud selbst soweit zu beleuchten, dass die Kritik, die folgt, würdigend verstanden werden kann. In dieser Kritik werden die sprachlichen Grundlagen des Textes untersucht. Ich beschränke mich bewusst auf sprachliche Unstimmigkeiten, da Freud
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