Examensarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Französische Philologie - Linguistik, Note: 1,7, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Romanisches Seminar), Sprache: Deutsch, Abstract: Die Haltung der Franzosen gegenüber dem in Belgien gesprochenen Französisch war lange Zeit herablassend. Die so genannten histoires belges, eine Modeerscheinung wie etwa die Ostfriesenwitze in Deutschland, verbreiteten ¿kollektive Zerrbilder vom langsamen, Pommes frites essenden Belgier, der in jedem Satz une fois und allez sagt¿.1 Sprachliche Abweichungen von der Pariser Norm wurden, so scheint es, im benachbarten Belgien noch weniger toleriert als in anderen Gebieten der Frankophonie. ¿Der Belgier¿, schreibt Heinz Jürgen Wolf, ¿hat diese Haltung nicht nur zur Kenntnis, sondern sich auch zu Herzen genommen und vielfach einen Minderwertigkeitskomplex entwickelt¿.2 Die sprachliche Unsicherheit ging so weit, dass Anfang der siebziger Jahre ein Ratgeber mit dem Titel Chasse aux belgicismes, dessen erklärtes Ziel die Eliminierung sprachlicher Besonderheiten im belgischen Französisch war, die Bestsellerlisten anführte.3 Doch ist nach jahrhundertelang praktiziertem Sprachpurismus in den letzten Jahrzehnten das sprachliche Selbstbewusstsein grosser Teile der Frankophonie gewachsen, und die zahlreichen Varietäten des Französischen ausserhalb Frankreichs werden zunehmend anerkannt. In der Linguistik ersetzt eine deskriptive Herangehensweise nach und nach die präskriptive. Auch die Belgier haben begonnen, sich auf den Wert ihrer linguistischen Besonderheiten zu berufen.4 Historisch betrachtet handelt es sich bei dem Französischen Belgiens und dem Französischen Frankreichs um zwei nationale Varianten des nördlichen Galloromanischen. Die Besonderheiten des belgischen Französisch erklären sich zum einen durch die Geschichte, zum anderen durch die sprachliche Heterogenität Belgiens und seine geographische Lage zwischen romanischem und germanischem Sprachraum. Deshalb soll zunächst beleuchtet we
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