Diplomarbeit aus dem Jahr 2006 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: Sehr Gut, Universität Wien (Germanistik), Sprache: Deutsch, Abstract: Als ¿das weite Land¿ würde ich metaphorisch gesprochen das Gebiet der Erforschung des Gebrauchs der Tempora in den einzelnen Sprachen bezeichnen. Vieles ist bereits getan worden, dennoch sind noch immer zahlreiche Fragen offen. Eine davon war für mich der Tempusgebrauch in Franz Kafkas Tagebüchern. Auf das Deutsche bezogen existieren derzeit in der Tempusforschung zwei Hauptrichtungen. Nach dem deiktischen Ansatz ist für die Wahl des Tempus, den sogenannten temporaldeiktischen Vorgang, ausschlaggebend, wo sich ein Ereignis, auf das sich ein Sprecher bezieht, auf der Zeitachse befindet. Vor-, Gleich- und Nachzeitigkeit des Ereignisses in Bezug auf den Zeitpunkt, zu dem eine Äusserung produziert wird, beziehungsweise, im Falle der Referenz auf mehrere Ereignisse, die chronologische Abfolge auf der Zeitachse, sind hierbei von Belang. Die andere Möglichkeit ist, die Tempora nicht als Zeiten, sondern als Aspekte im Sinne einer Kategorisierung des Verbs zu betrachten. In diesem Ansatz sind zeitliche Relationen irrelevant, da Referenzen nicht zeitstufenübergreifend sind. Aspektuelle Differenzierungen finden immer auf ein und derselben Zeitstufe statt. Unterschieden wird zwischen perfektivem, prospektivem (Zielgerichtetheit auf einen Punkt) und imperfektivem (Betonung des Verlaufscharakters) Aspekt. Neuere Forschungsansätze heben die Situationsabhängigkeit des Tempusgebrauchs hervor und entfernen sich somit von der Deixis und Aspektualität, wie auch ich das in meiner psychoanalytischen Tempustheorie tue. Jene Tatsache, dass Kafka bei der Schilderung von Ereignissen, die sich auf ein und derselben Zeitstufe befinden, etliche Male das Tempus wechselt, lässt sich nach meiner Ansicht gemäss den geschilderten Forschungsansätzen nicht zufriedenstellend erklären. Für den Tempusgebrauch in Kafkas Tagebüchern ist weder rel
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