Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Soziale Arbeit / Sozialarbeit, Note: 1,0, Universität Duisburg-Essen, Sprache: Deutsch, Abstract: Die altlateinischen Spruchweisheiten ¿quid pro quö und ¿manus manum lavat¿ drücken eine Erfahrung aus, die ein verlässliches Zusammenwirken von Menschen beschreibt. Jedoch ist diese noch selbstverständlich? Ist dieser ¿Ehrenkodex¿ noch gültig? Das Prinzip von Nehmen und Geben ist offensichtlich nicht mehr modern. Längst scheinen Gewinnmaximierung und Vorteilssuche, auch durch eine neoliberale Wirtschaftswelt, vorherrschendes Prinzip zu sein; das gegenseitige Tragen in einem Sozialstaat wird herausgefordert. Spielt in unserem Zusammenleben Reziprozität oder Altruismus noch eine Rolle? Oder hat sich die darwinistische von den Sozialbiologen favorisierte Annahme eines ¿egoistischen Gens¿ durchgesetzt? Stecken wir in einem Dilemma, indem wir uns nach gegenseitig unterstützenden Strukturen sehnen, jedoch nicht bereit sind für das Allgemeinwohl auf persönliche Vorteile zu verzichten? In der Literatur, in den Medien, in der Politik und im persönlichen Umfeld sind Entwicklungen und Ansätze in die entgegengesetzte Richtung erkennbar. Angesichts der Konflikte, der Klimaveränderungen, der Globalisierungsfolgen und der Wirtschaftskrise erleben Verantwortungsbewusstsein, bürgerschaftliches Engagement und soziale Teilhabegedanken eine Renaissance. Diese Bewegungen sehen die Zukunft nicht im Gegeneinander und in der Konkurrenz, sondern im zusammen-wirken-den Miteinander, im Aufbau langfristiger und verlässlicher Beziehungen, sei es persönlich, ökonomisch oder politisch. Eine Herausforderung! Diese Bewältigungsstrategie, diese Art der Problemmeisterung erfordert Fähigkeiten kommunikativer, emotionaler, sozialer Art. Ist dabei Kooperation, kooperatives Verhalten und Handeln eine dienliche Grösse? Ist diese Fähigkeit, Strategie angeboren? Erlernen wir sie? Kann sie durch Trainings gefördert werden? Oder liegt die Lösung in der ¿Sozialpille¿
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