Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Weltgeschichte - Frühgeschichte, Antike, Note: 1,3, Technische Universität Dresden (Geschichte), Veranstaltung: Die griechische Knabenliebe, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit das Basiswissen über die Knabenliebe zu behandeln, wie zum Beispiel die einzelnen Sitten der Werbung, wäre müssig und würde den Rahmen sprengen. Vielmehr soll hier eine Art Grundlagenforschung betrieben werden. Fragen nach ihrer Mitwirkung am Erfolg des Krieges oder nach ihrem konkreten Auftreten in verschiedenen Gesellschaften, sind sehr spezifisch und somit in nur allzu kurze Antworten zu bannen. Die Frage nach dem Zusammenhang ist hier demnach mit Absicht gewählt worden, da diese Fragestellung eigenständige Schlussfolgerungen und Deutungen der Thematik in Bezug auf die genutzten antiken Quellen zulässt, ohne einfach nur nackte Ereignisse aufzuzählen und ihre Ergebnisse ohne Wertung zu betrachten. Da die Verbindung von Päderastie und Kriegsführung im antiken Griechenland oft aufgestellt und mindestens ebenso oft widerlegt wurde, soll die Arbeit einzelne Bereiche nach ihrer Wahrscheinlichkeit für diese Verknüpfung hin untersuchen, um so ein beständigeres Fundament für spätere Argumentationen zu liefern. Um dem nachzugehen, sind hier mehrere Herangehensweisen gewählt worden. Zu Beginn findet man die Konfrontation mit der reinen Logik der Päderastie. Abgesehen von dem Argument: ¿Ja, es gab sie!¿, sollen hier Hintergründe untersucht werden, um zu belegen, dass es in der antiken Gesellschaft Platz gab für diese gleichgeschlechtliche Tradition. Dies dient als Grundlage, um im Anschluss auf das eigentliche Thema dieser Arbeit hinzuleiten, indem mit Hilfe antiker Quellen geklärt wird, wie sich die Liebe zweier Menschen in päderastischer Hinsicht verbinden lässt mit dem Gebiet der Kriegsführung. Für diese beiden Themenkomplexe dient vor allem Homers Werk ¿Ilias¿ als massgeblicher Beleg. Um schliesslich im weiteren Verlauf die direkte Untersuchu
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