In diesem Buch untersucht der Autor anhand von über 130 Textquellen die soziale Stellung der sog. Sklaven und Diener im Alten Ägypten von der 3. Dynastie (ca. 3000 v.Chr.) bis zur späten Ramessidenzeit (ca. 1100 v.Chr.). In der modernen Ägyptologie wendet man sich in den letzten Jahren mehr und mehr denjenigen Personenkreisen zu, die abseits der monumentalen Pyramiden und Tempel ein Dasein im Schattenbereich der altägyptischen Gesellschaft führten und die doch so wichtig für die Entstehung und Erhaltung des ersten Staates der Menschheitsgeschichte waren. Ihre Zahl ging in die Zehntausende. Viele von ihnen lebten an dieser Talsohle der Gesellschaft, weil ihr Status und ihre Ausbildung keine höheren Tätigkeiten zuliessen - ein Problem, das auch uns modernen Menschen nicht unbekannt ist -, andere waren die leidtragenden Opfer der grossen, und für die Verlierer oft verheerenden, Eroberungszüge der Thutmosiden und Ramessiden in die Ägypten umgebenden Staaten. Der gesellschaftliche Status dieser Personen lässt sich jedoch nicht ohne weiteres mit dem juristisch streng indizierten Vokabular Roms und Griechenlands belegen, wo der Sklave nicht als Mensch, sondern als Sache oder, mit den Worten Aristoteles', als «beseeltes Werkzeug» angesehen wurde. Die akribische Untersuchung sowohl monumentaler Inschriften als auch kleinster Notizen und Briefe zeigt, dass in Ägypten der Mensch unabhängig von seiner Herkunft und seinem Status nicht auf das Menschsein verzichten musste. Wurde er «verkauft», so wurde seine Arbeitskraft verkauft, nicht aber seine Persönlichkeit. Wurde seine unbedingte Loyalität gefordert, so stand er damit im Verbund mit allen anderen Ägyptern, für die diese unbedingte Loyalität gegenüber dem Pharao eines der höchsten anzustrebenden Sozialgüter war. In einem Land, das bereits im Pentateuch des Alten Testamentes immer wieder als Paradigma des Sklavenhalterstaates genannt wird, erstaunt dies. Die beiden Begriffe bak und hm - auszusprechen etwa «baak» und «hemm» -
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