Viele Autoren nutzen literarische Vorlagen als Grundlage ihrer eigenen Werke. Interessant ist das vor allem bei Schriften, die während der Kolonialzeit entstanden und die in der postkolonialen Literatur durch Perspektivenwechsel, Ironie und Vielstimmigkeit umgedeutet werden. Indem sie ältere Konstellationen aufgreifen, um sie in Frage zu stellen, spielen die modernen Texte mit Wiederholung und Widerspruch und weisen so auf koloniale Unterdrückungsmechanismen hin. Nutzten zunächst Autoren aus ehemaligen Kolonien dieses Verfahren, so greifen zunehmend auch Schriftsteller aus den ehemaligen Kolonialmächten darauf zurück: Christof Hamanns Roman „Usambara“ erzählt von der Erstbesteigung des Kilimandscharo und der Entdeckung des Usambaraveilchens. Indem Hamann historische Quellen mit einer persönlichen Spurensuche seines Protagonisten verschränkt, lenkt er den Blick auf den kolonialen Hintergrund des „Abenteuers“. Gleichzeitig treten figurative wie strukturelle Bezüge auf Texte Wilhelm Raabes und Albert Camus’ zutage. Sie tragen nicht nur zur Komplexität des modernen Romans bei, sondern fordern auch dazu auf, die Werke der beiden anderen Autoren aus postkolonialer Perspektive neu zu lesen. Laura Beck illustriert das Prinzip des literarischen Rewritings anhand des Romans „Usambara“ und geht dabei intensiv auf das (Wechsel-)Verhältnis von Gegenwart und Vergangenheit, modernem Text und älteren Texten ein.
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