Das Recht büsst im 18. Jahrhundert seine in der Autorität des römischen Rechts gegründete, bis dahin weitgehend unhinterfragte Autorität schrittweise ein. Stattdessen experimentiert es mit Formen der Selbstbegründung von Recht, um schliesslich längerfristig in die Positivität des 19. Jahrhunderts zu münden. Das Spielfeld dieses Rechts ist gross und lebhaft: ein Jahrhundert, in dem mehr als zuvor und danach das Alte sich zäh hält und das Neue noch nicht feststeht; und ein barocker Stil, der durch hohe Komplexität (es gibt mehr Möglichkeiten, als gleichzeitig realisiert werden können) und Kontingenz (alles kann so oder anders, wenn auch nicht gleichzeitig und beliebig anders sein) gekennzeichnet ist. Es sind vor allem Zeitfragen: nach dem Rhythmus von Veränderungen und nach der Synchronisation mit anderen Gesellschaftsbereichen, welche die Weltbilder des barocken Rechts mit denen seiner Umwelt in Beziehung setzen. Die Herausbildung einer eigenen Zeit des Rechts lässt sich in den juristischen Zeitschriften beobachten, die im 18. Jahrhundert entstehen und eine bemerkenswerte Konjunktur erleben. Dieses Buch schildert – auch und besonders aus rechtshistorischem Interesse –; inwiefern die Strukturen und Prozesse dieser Zeitschriften grossartige Spielfelder und Möglichkeitsbedingungen des Aufbaus einer für die Moderne adäquaten Komplexität des Rechts sind. Damit erfasst dieses Buch die barocke Vielfalt und Unordnung der Rechtsquellen und Literaturgattungen nicht als Probleme, die einer Lösung zuzuführen wären, sondern umgekehrt als Lösungen des 18. Jahrhunderts, die sich dem heutigen Beobachter als Probleme darstellen. Die Frage ist dann nicht: Was ist Zeit?, sondern: Wie operiert Zeit? Wie konstituiert sich die Zeit des Rechts in der Zeit? Ob sie sich an der Vergangenheit des Rechts orientieren oder seine Zukunftsoffenheit propagieren, ob sie Kritik üben oder bloss Fakten referieren – die Zeitschriften machen, gerade durch die hochgradige Selektivität ihrer periodischen Mi
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