Dietmar Molthagen untersucht die privaten Briefwechsel von sieben Liverpooler und fünf Hamburger Bürgerfamilien aus der Zeit des Ersten Weltkriegs und ermittelt dabei übernationale Gemeinsamkeiten: Das Kriegserleben im Feld und in der Heimat wurde weniger durch die Nationalität geprägt als vielmehr durch Geschlecht, Generation und Region. Traditionelle Denk- und Verhaltensmuster waren bei der Bewältigung der Kriegserlebnisse wichtiger als unmittelbar aus dem Kriegsumfeld stammende Sinnstiftungsangebote. Bürgerliche Werte und Gewohnheiten verloren durch den Krieg nicht an Bedeutung die biographische Krisensituation ging in den untersuchten Familien also keinesfalls mit dem Ende der Bürgerlichkeit einher. Mit ihren Ergebnissen leistet die Arbeit einen Beitrag zur mentalitätsgeschichtlichen Erforschung des Bürgertums im 20. Jahrhundert. Sie zeigt zudem, dass sich Briefe hervorragend als Quellengattung für die Erforschung individueller Werthaltungen und deren Deutung eignen.
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