Die Abhandlung ist eine intensiv recherchierte und höchst materialreiche, sehr iteressante und aufschlussreiche Studie. Eine vergleichbare Darstellung dieses Themas gibt es nicht. Die Serben sind am 17. Februar 2008 ins Bodenlose gefallen. An diesem Tag erklärte der kosovo-albanische Premierminister Hashim Thaçi die von Serbien abtrünnige Provinz Kosovo für unabhängig, worauf umgehend Afghanistan, die Vereinigten Staaten, Deutschland und etliche andere Staaten in Europa und weltweit diesen einseitigen Schritt der kosovo-albanischen Führung anerkannten. Für die Kosovo-Albaner war damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Die Strassen der Hauptstadt des Kosovo waren am Tag der Unabhängigkeitserklärung schwarz von Menschen, die albanische Fahnen schwenkten. In Serbien bestärkten diese Bilder alte Befürchtungen. Wenn man im Westen glaube, es sei nun einfach ein neuer Staat entstanden, sei das ein fundamentaler Irrtum. Serbiens historischer Anspruch auf das Kosovo sei verspielt, durch die Untaten des Miloševic-Regimes, durch die Vertreibung tausender Kosovo- Albaner und versuchten Völkermord. Eine Rückkehr des mehrheitlich albanischen Kosovo unter serbische Herrschaft sei schlicht undenkbar. Andernfalls käme es erneut zu schweren Unruhen, wenn nicht zu einer Neuauflage des Bürgerkriegs. Angesichts der Insistenz, mit der diese These vertreten wurde, und der grundsätzlich anderen serbischen Sicht des Kosovo-Konflikts verstärkte sich in Serbien der Verdacht, dass der Westen nur deshalb so vehement auf der Unabhängigkeit der Südprovinz Serbiens bestehe, weil ihm die Völkerrechtswidrigkeit des Bombardements von 1999 und der Abtrennung des Kosovo durchaus bewusst sei. In der Vergangenheit haben die europäischen Mächte den Balkan weniger befriedet als zum Objekt ihrer Interessenpolitik gemacht, weil es jeder mit einer anderen Volksgruppe hielt. Nur ein »historischer Ausgleich«, der nicht einseitig das Geschichtsbild einer Gruppe übernimmt, kann eine gedeihliche Zukunft des Kosovo
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