Zum Buch: Wenn anno 1962 Erhart Kästner konstatiert: »Der Athos ist müde«, so hat er dazu guten Grund. Für die greisen Mönche, die in den Athosklöstern sterben, gibt es seit geraumer Zeit kaum noch Ersatz. Junger Nachwuchs bleibt überhaupt aus. So verringert sich die Zahl der Mönche kontinuierlich, Überalterung ist die Folge. Die Spiritualität geht immer stärker zurück. Das nahe Ende des Athos scheint vorprogrammiert. Ausgerechnet in diese triste Zeit ohne Hoffnung fällt das tausendjährige Jubiläum des Heiligen Berges (eigentlich jenes der Grossen Lavra). An den Festivitäten auf dem Athos nimmt 1963 auch Paul I., König der Hellenen, teil, begleitet von Kronprinz Konstantin. Neben dem geistlichen Oberhaupt des Athos, dem bei einem Grossteil der Athoniten seines Dialoges mit den »Häretikern« wegen als Person verhassten Ökumenischen Patriarchen Athenagoras, sind die übrigen Häupter und Exponenten der Orthodoxie sowie geladene prominente Gäste aus Kirche und Diplomatie aller Welt vertreten, darunter auch Repräsentanten heterodoxer Kirchen. In dieser Zeit der Bedrohung konnte die prunkvolle Feier von Kennern der Situation auch als Totenfeier des athonitischen Mönchtums aufgefasst werden. Drückend fällt noch immer der Schatten des alten Byzanz auf den Heiligen Berg, auf dem seit tausend Jahren reinstes Mittelalter herrscht. Der Zustand der Bausubstanz der meisten Klöster und Dependancen ist prekär, die Kunstwerke in den Klöstern, besonders die Fresken der Kirchen, sind dadurch ernsthaft gefährdet. Ohne Eingriff der göttlichen Vorsehung wäre der Athos diesmal dem sicheren Untergang preisgegeben. Doch wie so oft schon im Lauf der Geschichte, kommt ganz unerwartet die entscheidende Wende, die neue Hoffnung aufspriessen lässt. Kurz nach 1970 beginnen die Klöster, allen voran Philotheou, Simonos Petra und Grigoriou, sich unversehens mit jungen, akademisch gebildeten Mönchen zu füllen, nicht nur Theologen, sondern Vertretern aller Wissenschaften – Chemikern, Ärzten, Juristen, Z
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