"Immer neu intoniert" - Alban Berg und seine Musik für Hanna Fuchs Am 14. Mai 1925 reist der österreichische Komponist Alban Berg (1885-1935) von Wien nach Prag. Es geht um die Aufführung seiner "Drei Bruchstücke aus der Oper Wozzeck" (die Premiere des vollständigen Bühnenwerks wird erst im Dezember desselben Jahres in Berlin erfolgen). Was der Musiker zum Zeitpunkt seiner Ankunft in der tschechoslowakischen Hauptstadt nicht ahnt: Der kurze Aufenthalt wird nicht nur einen tiefen Einschnitt in seinem Gefühlsleben hinterlassen, sondern auch seine weitere künstlerische Entwicklung (und damit die der Neuen Musik überhaupt) nachhaltig beeinflussen. Der Grund: In Gestalt seiner jüdischen Gastgeberin Hanna Fuchs-Robettin, Schwester von Franz Werfel und verheiratet mit dem Industriellen Herbert Fuchs-Robettin, lernt Berg eine Frau kennen – und lieben, die bei ihm (wie er später bekennt) "alle Register des Herzens sprechen lässt". Die innerhalb von wenigen Tagen aufbrandende Liebe wird erwidert, bleibt aber (aus Rücksicht auf die Ehepartner der beiden) unerfüllt und stürzt den Vierzigjährigen in eine tiefe Existenzkrise. Vierzehn "geheime" Briefe Bergs an die ferne Geliebte, geschrieben zwischen 1925 und 1935 und erst in den Siebziger Jahren im Nachlass der Adressatin wiederentdeckt, sind das einzige Zeugnis. Hinzu kommt die von den Musikwissenschaftlern nach und nach zu Tage geförderte Erkenntnis, wie sehr das Spätwerk des Komponisten bis in die kleinsten Verästelungen hinein von dieser Leidenschaft geprägt wurde. Dies gilt vor allem für die 1925/26 geschriebene "Lyrische Suite": Äußerlich zwar dem Wiener Komponistenkollegen Alexander von Zemlinsky zugeeignet, ist von diesem Werk nämlich ein an Hanna Fuchs gerichtetes und in seinen intimen Randbemerkungen gänzlich unmissverständliches Widmungsexemplar erhalten geblieben. Szenenwechsel: Wir befinden uns in der Gegenwart. Der Journalist David, von langer Krankheit genesen, begegnet auf der Suche nach einer neuen Perspektive f
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